Ziegen hüten in Marseille

mein FÖJ in Frankreich

Erste Tage in Marseille

Nach dem Seminar sind wir zunächst mit dem Auto zu der Einsatzstelle eines Mitreisenden gefahren und haben dort freundlicherweise übernachten dürfen. Danach ging es frisch gestärkt über Lyon weiter nach Nîmes. Dort trennten sich erst einmal unsere Wege – ich bin gen Süden Richtung Marseille gefahren, der Weg der anderen führte in die Cevennen und in die Pyrenäen. In Marseille wurde ich von Sophie (der Einsatzstellenleiterin) am Bahnhof abgeholt und mit zur „Ferme Pédagogique“ genommen, wo ich herzlich von der ehemaligen FöJlerin Lisa und dem Sohn von Sophie empfangen wurde. In den 5 Tagen, die ich bisher hier verbringen durfte, habe ich schon allerhand erlebt. So habe ich am Montag den kompletten Verkauf vom Ziegenkäse auf einem regelmäßig stattfindenden Biomarkt übernommen, am Mittwoch wieder alleine den Verkauf im hofeigenen Laden geleitet (was für mich spannender war als es sich vielleicht anhören mag, da ich zunächst Respekt vor der fremden Sprache hatte – im Endeffekt war es aber doch einfacher als erwartet) und gestern Nachmittag im Meer in einer kleinen Bucht in unmittelbarer Nähe von Marseille gebadet – herrlich 🙂 Mona – eine FöJlerin, die mit Lisa befreundet ist und eine Woche lang auf dem Hof mitarbeitet, hat uns hierbei ebenso wie Fernand (der Sohn von Sophie) begleitet.

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1.Seminar

Aufgrund einiger Internetprobleme folgt leider erst jetzt der zweite Eintrag in meinem Reisetagebuch – désolé. Das Seminar liegt mittlerweile etwa 5 Tage zurück und ich bin in Marseille angekommen. Doch zunächst einige Infos zum Seminar:

Nach einer ziemlich anstrengenden Anreise (Akkordeon auf dem Rücken, Koffer in der  Hand, Sporttasche, Notebooktasche und Rucksack über den Schultern), die zudem ohne Schlaf auskommen musste, bin ich am 02. August in Neustadt an der Weinstraße in der Nähe von Karlsruhe eingetroffen. Die Herberge dort machte einen soliden Eindruck und beim Frühstück habe ich die ersten anderen Freiwilligen kennengelernt, die allesamt sehr offen, aufgeschlossen und engagiert wirkten. Nach obligatorischen „Kennenlernspielen“ kannte man noch einige zusätzliche Namen und am Abend wurden zusammen die Produkte der Farmen der ehemaligen „FÖJler“ verkostet (Programmpunkt „dégustation“). In den folgenden Tagen wurde viel Musik gemacht (obwohl es nur wenige und zudem nur kurze Pausen gab), auf einem Hof im Pfälzerwald gegrillt, im Elsass Unkraut von Apfelbäumen entfernt, ein Biomarkt und Weinberge besucht und während der gesamten Zeit recht viel gewandert, was mit Schuhen mit gefühlt 0,05cm dicker Sohle auf steinigem Untergrund teilweise nicht wirklich angenehm war 😉 Zusammenfassend kann man aber von einem gelungenen Seminar sprechen, bei welchem ich viele interessante und sehr nette Menschen kennengelernt habe.

Salut mes amis!

Am 2. August ist es so weit! Mein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ beginnt mit einem fünftägigen Einführungsseminar in Neustadt an der Weinstraße in der Nähe von Mannheim. Ein Zugticket habe ich indes noch nicht besorgt – diese Tatsache mag wohl auch der Grund dafür sein, dass ich noch nicht einmal einen Funken Nervosität verspüre und auch noch nicht realisiert habe, dass mir nur noch wenige Tage in meiner Heimat bleiben. Bei dem erwähnten Seminar werde ich die anderen „FÖJler“ kennenlernen; außerdem stehen unter anderem „interkulturelle Kommunikation“, Exkursionen (z.B. ins Elsass) und abschließend ein „Weinfest“ auf dem Plan – auf Letztgenanntes freue ich mich übrigens schon besonders 😉

Im Anschluss (am 7. August) werde ich zusammen mit zwei weiteren „FÖJlern“, die ebenfalls in Marseille arbeiten werden, gen Süden zu meiner Einsatzstelle – der pädagogischen Ziegenfarm „La Tour des Pins“ (der Header zeigt den Ziegenstall) – aufbrechen. Zusätzlich möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass ich nach den Abiturklausuren bereits einige Tage auf der Farm verbringen konnte und deshalb schon in etwa weiß, was mich dort demnächst erwartet (weitere Infos unter „About“).